#016 – Trauer und Schuldgefühle
Warum fühlen wir uns nach dem Verlust eines geliebten Menschen schuldig?
Ist das normal? Ist das gerechtfertigt? Und vor allem… wie kann man verhindern, dass man sich darin verliert?
In dieser neuen Folge von Trauer, empfängt Luc erneut Esther Wintsch, Mediatorin, Therapeutin und den Zuhörern vertraute Stimme, um über ein großes Tabu der Trauer zu sprechen: Schuldgefühle.
Denn auch wenn Trauer etwas Persönliches, Intimes und Einzigartiges ist, kann sie einen doch still und leise zerfressen. Man fühlt sich schuldig, nicht genug getan zu haben. Zu viel gesagt zu haben. Abwesend, ungeschickt oder einfach nur lebendig gewesen zu sein. Das ist ein oft unsichtbares, aber gefährliches Gift.
In diesem Gespräch erfahren Sie:
Was Schuldgefühle im Zusammenhang mit Trauer wirklich sind: ihre Ursprünge, ihre Formen, ihre Fallstricke.
Wie sie sich äußern: innere Anspannung, Wut auf sich selbst, das Bedürfnis, das Unwiderrufliche wieder gut zu machen.
Warum sie nicht immer rational, aber selten nutzlos sind.
Was sie uns über unsere Verbindung zu anderen, unsere Geschichte und unsere Erwartungen sagt.
Und vor allem: Wie man sie angeht, benennt und durchlebt, um nicht blockiert zu bleiben.
Die konkreten Schlüssel: erkennen, formulieren, verstehen … und manchmal einfach akzeptieren, dass manche Dinge nie vollständig gelöst werden können.
Aber das ist kein unabänderliches Schicksal. Man kann lernen, sich von Schuldgefühlen zu befreien, um seine Trauer zu leben, ohne sich darin aufzulösen. Um Schritt für Schritt voranzukommen, mit Selbstachtung, Klarheit und Zärtlichkeit.
Denn nein, Leiden ist keine Schuld, die man begleichen muss. Und ja, man hat das Recht, sich besser zu fühlen.
Eine tiefgründige, zugängliche, manchmal lustige, immer aufschlussreiche Folge. Zum Anhören für sich selbst … oder um andere besser zu verstehen.